Bornheim entdecken: Schwarzlichthelden

Schwebende Golfbälle auf der Berger gesichtet!

Schwarzlicht-Minigolf in 3D? Klingt erstmal wie eine etwas spleenige Idee – aber seit 2018
ist das innovative Konzept auf der Berger Straße 138 mit großem Erfolg am Start. Darin stecken viel Herzblut, Engagement und der Wille zu ungewöhnlichen und überraschenden Lösungen. Wir treffen Daniel Kayser, einen der drei Gründer der „Schwarzlichthelden“.

An diesem Morgen um 9:30 Uhr ist bei den Schwarzlichthelden bereits ganz schön was los.
Eine Schulklasse auf Aschaffenburg hat sich angemeldet. Ja, auch aus Aschaffenburg reist man an. Daniel Kayser freut sich: „Wir haben es recht schnell zu überregionaler Bekanntheit geschafft – und die Berger Straße war unser Jackpot“. Aber eins nach dem anderen. Vor rund 5 Jahren eröffneten die Schwarzlichthelden in Mainz die erste Anlage dieser Art im Rhein-Main Gebiet. Das Mainzer Publikum war begeistert. So sehr, dass man zusätzlich Ausschau nach einem Standort in Frankfurt hielt. Womit wir bei „Jackpot“ wären: Ein ehemaliger Friseursalon und eine benachbarte Modeboutique gegenüber vom ehemaligen Saturn. Beide Locations wurden miteinander verbunden, die Kellerräume erschlossen und ebenfalls zusammengelegt. Ein kleiner architektonischer Albtraum – aber die Mühe hat sich außerordentlich gelohnt.

„Wir waren die Ersten, die sich wieder in den Leerstand gewagt haben“ erinnert sich Kayser. Seinerzeit herrschte an der Stelle gähnende Ödnis – im Gegensatz zu heute, wo verschiedene Einzelhandels-und Gastronomiekonzepte das Areal wieder belebt haben.

Minigolf mit 3D-Graffiti

Aber reden wir über den eigentlichen Star: Ein ober-und unterirdischer Minigolf-Parcours mit 18 kreativen Bahnen und die Verwendung spezieller UV-Farben. Dazu thematische 3D-Graffiti an den Wänden. Durch eine 3D-Brille betrachtet, taucht man in eine optische Wunderwelt ab. Da schweben die Golfbälle über die Bahnen, Symbole leuchten fluoreszierend scheinbar in der Luft und die aufwändigen Wandgraffitis recken sich dem
Besucher förmlich entgegen. Es ist der schiere Wahnsinn. Und dazu kommt noch die
Herausforderung des Minigolfens. Über die technischen Aspekte könnte man eine eigene Vorlesung halten. Darüber zum Beispiel, dass die Graffitis von speziellen 3D-Künstlern mit hochanspruchsvoller Drei-Ebenen-Technik aufgebracht wurden. Oder dass jede Bahn in Eigenregie entworfen und gebaut wurde. Dass der XXL-Looping eine aufwändige Sonderanfertigung ist. Dass sich die Bahn Nummer 5 über zwei Etagen erstreckt. Und vieles mehr.

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Minigolf auf der Berger Straße

„Wir waren die Pioniere dieser Art des Minigolfens“ so Daniel Kayser. „Ursprünglich ist diese Idee in den USA geboren und in Form einer kleinen Anlage mal nach Bremen geschwappt. Wir haben das Konzept schließlich zur jetzigen Form weiterentwickelt. Na ja, mittlerweile gibt es viele Nachahmer – aber nicht hier in der Gegend. Unsere Werbung und unsere PR, vor allem auch in den Sozialen Medien funktionieren sehr gut.“

Nochmal kurz zurück zum Standort Berger Straße. „Die Adresse ist einfach super. Wenn wir Firmenanfragen haben und wir sagen `auf der Berger´ weiß gleich jeder, was Sache ist und wie man dahin kommt. Und: Durch die viele Gastro in Laufweite kombinieren unsere Gäste ihre Events einfach. Erst Minigolfen, danach Essen gehen. Das klappt super.“

Viel Spaß auf den Golfbahnen

Der Autor dieser Zeilen hat die Bahnen der „Schwarzlichthelden“ übrigens selbst schon durchgespielt. Es gibt einfache, schwierigere und schier unbezwingbare Aufgaben – einen Heidenspaß macht es auf jeden Fall. Und so, wie es sich an diesem Morgen anhört, geht es wohl auch den Kindern der Schulklasse aus Aschaffenburg so. Freude und Fluchen, Klatschen und Seufzen. Herrlich!

Schwarzlichthelden, Berger Straße 138

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